Hausärztliche PSR-Strategien

            Da Geist, Körper und Seele gemeinsam das Individuum bestimmen,

können wir im Krankheitsfall jede dieser Ebenen zur Therapie heranziehen.

 Jedes Krankheitssymptom ist eine maßgebliche Äußerung der „Lebenskraft” des Patienten. Es kann auf der Ebene des Geistes feststellbar sein, z.B. eine Silbenverwechslung, eine Konzentrationsstörungen, oder auf der Ebene des Körpers, z.B. Akne, eine WS-Schiefhaltung oder auf der Ebene der Seele, der Emotion wie z.B. Wut mit bösem Blick, traurige Augen etc.

Die vornehmliche Aufgabe des Arztes bei der Konsultation ist es, wahrzunehmen, was über diese drei Ebenen hauptsächlich bei dem Patienten Ausdruck findet.

Bei uns in Europa kommen die Patienten meist mit einem körperlichen Symptom zu uns in die Praxis. Die Würdigung der Symptome ist eine Grundvoraussetzung, da jeder Mensch sein Leiden nur so ausdrücken kann, wie es ihm derzeit möglich ist.

Alle Ausdrücke von der Ebene des Geistes und der Seele sind weder mess-, wieg-, noch röntgenbar; Es sind Meinungen.

Sie bekommen nur durch die

Kunst der aufmerksamen Wahrnehmung

des Arztes oder Therapeuten einen

Behandlungs-Wert

Kenntnisse über geistig, körperliche und seelische Zusammenhänge bei Gesundheits-störungen macht einen Behandler dann zum nützlichen Helfer.

Noch von der neurologischen Ausbildung her erinnert man sich an die Schmerzausbreitung bei Ischialgien: die Haedschen Zonen. Wird

  • L3 gereizt schmerzt es vornehmlich im vorderen Oberschenkel, bei Reizung von
  • L4 ist das Knie einbezogen und
  • L5 macht die typische Schmerzausstrahlung im Generalstreifen.

So differenziert sich die Aussage L3, L4 oder L5-Ischialgie. Es sind die cuti-visceralen Zuordnungszonen zu den radikulären Nerven.

Solche Zuordnungszonen auf der Haut gibt es auch zu Organen:

Der Tierarzt Kotbauer hat diese Zusammenhänge wunderbar demonstrieren können: Kühe wurden im Uterus verletzt. In der Organzone des Uterus auf der Haut therapierte er neuraltherapeutisch. Der Uterus der Kühe, welche so behandelt wurden, genasen schneller, da durch diese Maßname die Durchblutung verbessert wurde.

Der Verlauf des cutivisceraler Reflexe geht von der Haut über den Spinalnerven via Grenzstrang durchs Spinalganglion zum Hinterhorn der WS, kann dort seitens der anatomischen Möglichkeiten verschaltet werden nach proximal , distal, nach uni- und/oder kontralateral und zum Gehirn. Und kann zu dem entsprechenden Organ gelangen.

D.h. Organveränderungen können auf der Haut sicht- oder sogar fühlbar sein.

Da diese Nervenstrukturen in beide Richtungen Informationen weitergeben können,

haben wir die einfache Möglichkeit über die Haut(natürlich auch über andere Bereiche),

  • Einfluss auf das Organ zu nehmen.

Übrigens der gleiche Heileffekt wie durch Wärmflasche oder Rotlicht.

Z.B. ist die Headsche Zone, d.h. das Dermatom Th8 li. die ventrale cutiviscerale Organzuordnungszone des Magens. Bei einem Patienten mit Beschwerden des Magens, findet man Empfindlichkeiten im Th8 Segment, Spontanschmerz, Druckschmerzhaftigkeit und evtl. sogar Hautveränderung dorsal im Bereich zwischen li. Schulterblatt/ WS und unter dem li. Schulterblatt. Kibblersche Hautfalten sind dort verändert.

Auf diese Weise bekommen wir erst durch Befragung, dann durch Anschauen und desweiteren durch Anfassen Informationen über den Erkrankungsbereich des Patienten.

Organ- Emotionszuordnung    

Zu Organen gehören wiederum unterschiedliche Emotionen.

Wir können noch erfragen: hängt der jetzige Zustand in irgendeiner Art mit

zusammen? Gibt es aus der Vorgeschichte Hinweise auf solche Emotionen?

Das Gesamtbild zur Störung im „Magen-Bereich” wird sich verdichten.

Befriedigung der „Lebenskraft“

Therapeutisch wird ebenfalls mehrgleisig vorgegangen.

Statt in herkömmlicher Weise ein Magenmedikament zu verordnen, möchte ich einen individuellen Weg vorschlagen, der alle Strukturen des Patienten mit einbezieht, nichts fremdbestimmt, oder unterdrückt.

Somatisch

„Kleines Magenprogramm”

Ventral Injektion in die sog.

  • Magengrube und an die
  • Voglerschen Punkte am vorderen, unteren Rippenrand: Die „Magenzone”, d.h. die
  • cutiviscerale Th8 Zone wird neuraltherapeutisch behandelt, ebenso werden die
  • dorsalen Magenzuordnungszonen Desweiteren wird ein
  • Magenfernpunkt links an der Stirn neuraltherapeutisch mit behandelt
  • Procain wird in und an die linke Vena cupitalis
  • Triggerpunkte, die ihre Schmerzlokalisation in den Magenzonen aufweisen, werden mitbehandelt. Der
  • „referred pain” vom M. trapezius und vom M. levator scapulae der li. Körperseite tangieren die Magenzone. Über diese einfache „Haut-Magen”-Behandlung kann wegen des Faserverlaufs des vegetativen Nervensystems die
  • Durchblutung des Magens, d.h. die Nutrition verbessert werden und somit Schmerz reduziert, Besserung oder evtl. Heilung eingeleitet werden.
  • Placebo & Co Abgesehen von obiger, individuellen Zuwendung, hat ein patientenzentriertes       Gespräch mit einer manuell/visuellen Untersuchung  als Placebo-Nummer-1 schon allein einen sehr günstigen Einfluss auf die Befindlichkeit der Patienten und kann durch
  • Homöopathie noch getoppt werden. Hat der Arzt zusätzlich noch psychosomatische Kenntnisse über emotionale  Magen-Störungen kann das
  • PsychoSomaticRecling oder die KinMot®=
  • Kinesiologische Motivationsbehandlung therapeutisch ausnutzen werden.

Emotional- somatische  Zuordnungen

Allgemein bekannte Äußerungen wie: „da kommt mir die Galle hoch, das schlägt mir auf den Magen, das geht mir an die Nieren” ect., sind nicht aus der Luft gegriffen. Diese emotional-körperlichen Zuordnungen sind im allgemeinen europäischem Gedankengut verankert. Langjährige Erfahrungen guter „Emotionstherapeuten” kann sich auch der Hausarzt schnell zunutze machen. Für die tägliche Patientenarbeit wird eine Krankheitsliste über

Zugehörigkeiten zwischen Körperstörung und Emotionen benutzt.

Krankheitsprobleme sind alphabetisch aufgeführt, der wahrscheinliche emotionale Hintergrund wird vorgeschlagen, dazu wird ein passendes ins positive umformuliertes Gedankenmuster angeboten. Auf der Ebene der Emotion, der Seele, wird eine Unterstützung zur Selbstheilung vermittelt.

Magenproblem-Beispiel:

Als wahrscheinlicher Grund bei Magenproblemen spielt oft

  • Furcht eine Rolle, Schwierigkeit, neue Ideen oder
  • Vorstellungen zu verdauen und meist besteht eine ängstliche
  • Neigung zu gefallen.

Als neues Gedankenmuster wird folgendes Vorgeschlagen:

Ich liebe und akzeptiere mich und verdaue das Leben mit Leichtigkeit.

Diese Aussage muss allerdings noch ihren Bestimmungsort erreichen. D.h. diese Motivation muss der „Lebenskraft”, dem Unterbewusstsein, erst antrainiert werden mit Hirngymnastik. Aus der Zusammenstellung von Arbeiten diverser Autoren ergibt sich eine nützliche

Technik für den Patienten zur Ausschöpfung mentaler Entsprechungen

Selbstverständlich wird das Vorgehen dem Patienten ausführlich erklärt. Diese Prozedur ist eine anhand des derzeitigen, wichtigsten

Körpersymptoms individuell ausgesuchte Suggestion

Der Mittelfinger muss es sein, weil es sich um den „Demutsfinger” handelt, das Unterbewusstsein will freundlich zufriedengestellt werden. Die Kleinfingerhandkannte in Höhe des Metatarsalköpfchens ist eine psychosomatische” Zone und beinhaltet den Akupunkturpunkt Dü3. Das Klopfen ist eine mechanische Tätigkeit. Die Augen sind Hirnanhangsgebilde, überkreuzen sich im Sehnerven und gleichen durch ihre Blickpositionen re. + li. Gehirnhälfte miteinander aus.

Das Sprechen ist ebenfalls eine Hirnfunktion.

Dadurch, dass der Patient 3 x täglich diese Übung absolviert, kümmert er sich 3 x täglich selbst um sein derzeitiges Problemthema. Hiermit haben wir eine gute und

„schadstoffreie” Ordnungstherapie

 Feingefühl wird anzeigen, welchem Patienten diese Methode anzubieten ist. Diese Technik wird höchst selten abgelehnt, weil dem Patienten verdeutlicht wird, dass eine Ablehnung auf emotionaler Basis erfolgt. Rationale Gründe, diese Behandlungsebene  auszusparen gibt es nicht. Meist sind Männer effektiver tätig mit diesem Verfahren im Sinne:

nicht glauben, sondern machen

So wird in der Arztpraxis eine

Brücke zwischen Technik und Glauben geschlagen.

Krank machende Glaubenssätze können nur mit Arbeit um-trainiert werden. Es hilft dem Patienten,  Einsicht in die emotionalen Beweggründe für sein körperliches Leiden zu entwickeln und es damit zu akzeptieren. Und schon „meckert“ die Lebenskraft nicht mehr mit Symptomen. Ein Magen, der emotional befriedigt wird, braucht keine Aufmerksamkeit durch Beschwerden zu erregen.

Bei dem Wunsch auf Nebenwirkungs-Freiheit kann jeder selbstverständlich auch einem Helicobacter das Leben vergällen. Dazu möchte ich noch bemerken, dass es mir persönlich nur auf die unnachteiligste Besserung oder sogar Heilung des Patienten ankommt, und ich mich nicht verantwortlich sehe für wirtschaftlichen Gewinn.

  • Eine beginnende Erkältung, z.B. mit Halskratzen ist möglichst ungestört zu lassen. In 9 Tagen ist eh`alles OK. Voraussetzung ist allerdings immer eine konstante, telefonische Kommunikation.(Ich möchte hervorheben, dass dieser Artikel vor der momentanen Corona-Situation verfasst wurde)
  • Rezidivierende Erkältungen (auch mit Angst davor) werden gleich zu Beginn mit positiver Motivationsbehandlung angegangen, denn diese

Krankheit heißt Sorge

Grundvoraussetzung meiner Behandlungsstrategie ist nebenbei bemerkt ein ausreichendes Engagement mit einigem Zeitaufwand. Der Arzt muss über alle eingreifenden Geschehnisse seines Patienten, ob Zahnarztbesuch, Fußpilz, Drogerie-Pillen-Einnahme oder Ehescheidung ins Bild gesetzt werden, damit keine „unganzheitliche” Angelegenheit entsteht.

  • Geht eine Erkältung doch in einen Husten über, benutze ich die Bronchienquaddeln der Neuraltherapie zusätzlich  zum „Hustenspruch”.
  • Ist ein sinubronchiales Syndrom Basis der Beschwerden, ist eine Besserung etwas zeitaufwendiger.

Sinusitiden sind heute sehr verbreitet und leider nicht mit 1xliger Behandlung zu regulieren. Meist entstanden sie durch vorherige, häufige Mandelentzündungen  mit chronisch atrophischen, chronisch eitrigen oder weg-operierten Rachen-und/oder Gaumenmandeln. Die Abwehr verlagert sich auf die NNH, welche jedoch nicht so optimal auf diese Funktion ausgerichtet sind. Hier sitzt die NNH-Schleimhaut direkt ohne Verschiebeschicht auf dem Gesichts-Knochen. Zudem wird dieser spongiöse Strukturknochen nebst der Oberkieferhöhlen häufig noch irritiert durch Zahn-halterungen,-erhaltungen, Konservierungsmaßnahmen, tote Zähne etc. Besonders die Prä- und Molaren ragen anatomisch sowie mit nur dünner Umhüllung ins Cavum der OKH und steigert die Reizempfindlichkeit. Genauer Explorationen zeigen, dass sogenannte

akute NNH-Entzündungen fast immer „nur“

akute Exazerbationen einer chronischen NNH-Affektion sind

Bei positiven Befund an Adler-Langerschen Druckpunkten der HWS wird jedoch nicht dort, sondern im NNH-Bereich behandelt.

Als einfache, und ungefährliche Maßnahme erfolgt:

  • das äußere NNH-Programm körperlich-neuraltherapeutisch. Weil es sich um den Sitz von
  • Groll und Ärger auf eine nahe stehende Person handelt, wird die
  • positive Motivation anschließend mitgeteilt und dem Patienten ausführlich gezeigt, wie man dieses
  • neue Gedankenmuster

Nur der Erfolg einer Behandlung gestattet nach 1-2 Tagen die Wiederholung, wenn noch derartige Beschwerden vorhanden sind.

Speziell bei den NNH-Affektionen lasse ich die Patienten regelmäßig ein flüssiges Darmbakterienpräparat in jedes Nasenloch 3x täglich hochschnupfen. Das ist eine preisgünstige, ordnungstherapeutische Maßnahme, welche die Abwehrbereitschaft unspezifisch über eine Lymphozyten-Stimulation unschädlich fördert. Durch dieses freiwillige Einverleiben der entschärften Fäkaltropfen erfolgt quasi eine Eigenimpfung  und der „Mist“ der Umwelt rutscht besser den Buckel `runter. Kleinere Angreifer haben weniger Chancen einzudringen.

NNH-Schleimhäute haben entwicklungsgeschichtlich, neuraltherapeutisch, psychosomatisch und auch akupunkturmäßig einen Zusammenhang mit dem Darm. Beide „ticken“ synchron. (Leaky Gut)

Schmerzen

Um mit Schmerzen jeder Lokalisation zurechtzukommen, wenn man nicht fachspezifisch ausgebildet  ist, rate ich ebenfalls gleich zur Motivationsbehandlung und zur ebenfalls unschädlichen, aber oft helfendem Neuraltherapie.

Als Behandlung kommt in Frage:

  • Lokal = DaWos. im
  • Segment, Ausnutzung
  • cutivisceraler Reflexe und
  • Triggerpunkte, gepaart mit der entsprechenden
  • Motivation für den Patienten

Das bringt meist schon Besserung und Zeit zum weiteren Vorgehen. Medikamente kann man immer noch verordnen, wenn man nichts besseres weiß. Dass alle Kollegen Notfallsituationen mit dringlichen Handlungsbedarf erkennen, setze ich natürlich voraus.

Kennt man sich neuraltherapeutisch aus, hat man die Möglichkeit, nahezu alle Beschwerden körperlich direkt anzugehen. Beherrscht man dazu noch einen einfachen Muskeltest aus den weiten Feld der Kinesiologie, dann lassen sich Krankheiten noch besser managen.

Individueller Lügendetektor

Unter der Maßgabe, dass mit dem System des Patienten stimmige Dinge nicht schwächen, und nicht stimmige schwächen, funktioniert der einfache Muskeltest. Die Haltefähigkeit des Deltamuskels gegen Druck wird benutzt, um Krankheitszuständigkeiten aufzudecken.

Weil mit Neuraltherapie und Kinmot® keine Unterdrückung stattfindet, ist sie für Homöopathen nicht nur unnachteilig, sondern auch hilfreich zum Erkennen von Mindsymptomen .

Mit diesem  Zustimmungsbild vom Kollegen Klinghard möchte ich kurz aufzeigen, dass mittels eines einfachen Muskeltestes Krankheitserkenntnisse und Therapie optimiert werden können.

Solch gesammeltes Vorgehen ist nur praktisch erlernbar in entsprechenden Kursen, Seminaren oder auf Kongressen.

Butterfly-Seminar KOS 2020

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