Ritter Swinö ist am Boden zerstört: Swinölo hat ihn im Stich gelassen

Mittelalterliches gibt`s wie eh und je!

…war das faul?

oder evtl.

Sozialneid?

 

Im Stich lassen

Lässt man jemanden im Stich, dann heißt das, man ist nicht für ihn da oder man lässt ihn mit seinen Problemen alleine. Aber warum nennt man das ganz selbstverständlich „im Stich lassen“. Was denn für ein „Stich“? Die Antwort finden wir im Mittelalter, denn aus dieser Zeit stammt diese Redewendung. Sie entstand bei den damaligen Ritterturnieren.

Fiel ein Ritter während eines Turniers vom Pferd, dann konnte er alleine nicht mehr aufstehen. Seine Rüstung war viel zu schwer dafür. Eigentlich musste ihm dann sein Knappe wieder auf das Pferd hieven. War der aber zu faul, dann ließ er seinen Herrn im Stich und zwar im Stich des gegnerischen Ritters. Die Ritter kämpften mit Lanzen gegeneinander, jeder versuchte mit seiner Lanze, den Gegner zu stechen. Der gefallene Ritter konnte also leicht vom Gegner erstochen werden.

Das nannte man damals „im Stich“

Faules Fleisch!

 

Swino hat viel faules Fleisch!…Sagt jedenfalls Swinalda.

Erkenntnisse psychologischer Konditionierung

Dem Zustand der Faulheit liegt oft eine Depression, Angstzuständen, Stress, Gesellschaftsdruck oder die übermäßigen Anstrengungen zum Erreichen von Zielen zu Grunde. Auf jeden Fall liegt eine chronische Befindlichkeit, Krankheit, Störung oder auch Ärgernis vor. Außerdem ist Faulheit autoaggressiv, denn selber wird nichts erreicht und der Zorn von außen wird noch empfangen.

Es heißt ebenfalls ⇒

als Opfer, behindert, krank   =>  Lebensuntüchtigkeit sei es und

als Täter, charakterschwach =>  schwebt der Vorwurf des Liegens auf fauler Haut im Raum.

Meist wird der Fokus zur Faulheit auf die Verpflichtung gelegt, sie zu überwinden. Dutzende von Strategien werden angeboten, um diese häufige Realität zu beseitigen.

Der Evolutionspsychologe und rational-emotiver Therapeut Dr. Nando Pelusi gibt uns zu  verstehen, welche latenten Prozesse und Faktoren hinter Faulheit stehen können.

Für den Homo sapiens scheint es wichtig zu sein, Energie zu sparen. Und offensichtlich ist die Intensität unsere Faulheit, Trägheit eine von unseren Vorfahren ererbte Neigung.

Wie die Wurst hat alles hat 2 Enden:

Das Wunderbare der Faulheit oder Trägheit ist die

  • Langsamkeit oder positiv ausgedrückt die
  • Besonnenheit, das Bedacht-Sein.

Also sie beinhaltet auch die Weisheit:

„erst denken, dann handeln“

Noch positiver formuliert mit buddhistischem Flair:

Bewusstwerden und Achtsamkeit walten lassen

Immer wenn unsere Ressourcen z.B. durch Sorgen oder Unsicherheit belastet sind, schonen wir unsere Kräfte, mit der (Wahn-)Idee, sie für (vermeintlich) Wichtiges aufsparen zu müssen.

Wir sind also automatisch faul

Hier wird das Neuraltherapie-Wissen hilfreich à

Das vegetative, automatische, un-& unterbewusste Nervensystem (ANS)

fungiert als technischer

Koppler zwischen Soma und Psyche

Es trägt zur Prägung unserer Empfindungen, Wahrnehmung, Emotionen und unserem Verhalten bei. Es lernt schon im Mutterleib und nach 9 Monaten in externer, häuslicher Umgebung.

Ein Festhalten an Faulheit gibt Sinn, weil wir auch heute um uns herum Unsicherheit wahrnehmen und eine Zeit der Selbstbeobachtung und Stille (Einkehr) brauchen, um Energie zu sparen und zur Reflektion, Bewusstwerdung.

Unsere Fähigkeit, zu reagieren, zu kämpfen und nach Lösungen für Probleme zu suchen kommt

  • mechanisch von unseren Genen und
  • nichtstofflich durch die Epigenetik

Die Faulheit hat eine große Daseinsberechtigung und einen wichtigen Sinn.

Hinter der Faulheit steckt eben nicht immer nur

  • Schwäche. Auch muss sie nicht als
  • Untätigkeit,
  • Aufschieben oder
  • Prokrastination bewertet werden.

Ein betroffenes Gegenüber, das Umfeld neigt bei Faulheit dazu, den tieferen Sinn des Verhaltens nicht zu erfassen und auf Vorwurf zu gehen.

Klar, wenn einer etwas nicht macht, bleibt es liegen oder man selber fühlt sich genötigt es zu erledigen, weil man überzeugt ist, dass es unbedingt getan werden müsse.

Das Müssen unterliegt jedoch

sozialen und epigenetischen Einflüssen

Es ist eine

Familien-, Nations-, Kontinent-, Welt- Meinung oder Auftrag

im Sinne moralischer Wertung

Solch ein Wertmaßstab ist für das

  • tägliche Leben absolut notwendig und formt die
  • Bindung zur Umgebung

 

Faulheit hat meist eine negative Konnotation. Um als Täter oder Opfer nicht darunter zu leiden, lohnt es sich beim aktuellen Auftritt eine

  • individuelle Identifizierung zu suchen. Dies Vorgehen ist wünschenswert, denn es
  • harmonisiert und verbessert Bindungen.
  • Ein lebensnotwendiges Zugehörigkeitsgefühl

Es gibt 2 Faulheiten

beide haben die gleiche geringe Motivation, aber eine andere Ursache.

  • Ein Mensch, der Aufgaben stets aufschiebt, hat durchaus die Absicht, die Idee, den guten Willen, diese Aufgabe zu erfüllen. Er gibt sich Mühe. In der Umweltbewertung ist er ein netter Mensch

⇒ Funktionsmangel

  •  Im Gegensatz dazu hat der von Faulheit geprägte Mensch nicht immer die Kraft, seine Ziele auch wirklich zu erreichen. Er scheint sich keine Mühe zu geben. Nur das Ergebnis von nicht Getätigtem ist merkbar, was unangenehm rüberkommt

⇒ Materialschwäche

Daher scheint es mir in allen Fällen notwendig zu sein, zur „Heilung von Faulheit“, herauszufinden, was individuell hinter diesem Zustand steckt. Den individuellen Sinn dieses Menschen zu erkennen.

Mein Credo:

Alles hat einen Sinn,

auch, wenn er uns nicht immer genehm ist

Faulheit als Maske der Angst

Faulheit simuliert ein weiches und bequemes Ruhebett, lässt uns aus der Realität fliehen. Wir geben uns ihr hin, wenn wir im Alltag von übermäßigen Ängsten begleitet werden.

Oft liegt das vor, wenn wir Angst haben…

  • davor, nicht zu erreichen, was wir uns vorgenommen haben
  • zu scheitern
  • nicht das zu sein, was andere von uns erwarten
  • vor all dem, was wir nicht kontrollieren können

Oft enden wir dann genau mit Aufschieben. Aufschieben auf morgen oder, besser gesagt, auf einen Moment, in dem wir uns motivierter fühlen. Doch dieser Morgen wird nie kommen, weil die Ängste bereits unsere ganze Welt erfasst haben.

Faulheit als Depressions- Symptom

Depressionen sind für Betroffene nicht leicht zu erkennen. Sie werden eher als

  • Erschöpfung
  • Apathie
  • Demotivation getarnt

Diverse Studien zeigen, dass Faulheit bei den meisten Patienten, die an Depressionen leiden, ein wiederkehrendes Symptom ist. Darum wäre es schön, wenn wir niemals diese Realität vernachlässigen, insbesondere dann, wenn sie von

psychologischen Symptomen, wie der

  • Hoffnungslosigkeit, der
  • Negativität und
  • fatalistischen Gedanken begleitet wird.

Biologische Ursachen

Hinter der Faulheit können ebenso medizinisch-anatomische Faktoren stecken, die entdeckt werden sollten. Angesichts anhaltender

  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Demotivation

ist es immer günstig, den Grund zu finden.

Häufige Basis-Krankheiten hierzu sind:

  • Schilddrüsen-Dysfunktionen
  • Diabetes und andere Stoffwechselleiden
  • Anämie
  • Schlafstörungen
  • Herzerkrankungen
  • Fibromyalgie
  • Autoaggressionserkrankungen
  • Muskel-u./o.Gelenkrheuma
  • Meldepflichtige Erkrankungen
  • Weisheitszahn-Auffälligkeiten
  • Herkunft aus Dysfunktionaler Familie (am häufigsten Alkohol)

Ein Mangel an realen Zielen als Ursache der Faulheit

Ziele sind Teil unseres Lebens. Menschen, die keine Ziele haben, in ihren Erwartungen enttäuscht wurden oder von einer Realität betroffen sind, die sie für zu komplex oder negativ halten, fühlen sich oft entmutigt und unmotiviert.

Darüber hinaus führt uns dieser Mangel an Zielen und Träumen oft zu jener Faulheit, in der die Stille ein sicherer Zufluchtsort ist, an dem wir Ruhe finden können.

Teenager sind besonders anfällig für dieses Gefühl, welches sie in eine vermeintlich selbstgewählte  Isolation umwandeln, in der sie sich stundenlang in ihrem Zimmer einschließen und sich faul und träge fühlen. Dies ist ein gut bekannter Prozess, der endet, wenn der Pupertierende seinen persönlichen Lebenssinn sichtet.

Epidemiologie-Studien weisen darauf hin, dass Wohlbefinden und Glück genau damit verbunden sind, seinen

eigenen Zweck zu finden, seinem Leben einen Sinn zu geben.

Wenn also hinter der Faulheit tatsächlich das Fehlen eigener Ziele, dem Vertrauen in die Zukunft und der Sinnhaftigkeit der Gegenwart stehen, ist es an der Zeit, nach etwas zu suchen, das uns motiviert, das uns Freude, Hoffnung und einen Sinn im Leben gibt.

Lasst uns dieses, mit der Faulheit verbundene Stigma beseitigen.

Klar gibt es immer Menschen, die sich durch diese freiwillige Apathie, diese manifestierte und manchmal sogar ärgerliche Inaktivität, kennzeichnen.

Bricht solch eine Faulheit herein, geht sie immer mit einem

Unbehagen und einer unangenehmen, unerklärbaren Apathie einher.

Je länger wir damit warten, uns ihr zu stellen,

desto länger werden wir uns träge und unmotiviert fühlen.

Schweinchen Schlau weiß es genau: Blöde Reize machen krank!

Besonders Reize aus

Lebensbedrohliche Situationen

werden formiert im

Langzeitgedächtnis

 

Input ⇒ erzeugt Erfahrungsbildung

  • Afferente, sensorische, vegetative Fasern aktivieren die Mandelkerngruppe(Corpus amygdaloideum ) und mediale Hirnrinde, eine vor dem Unterhorn liegende Kerngruppe, die zum Riechhirn gehört (der urtümlichsten Sinnes- Lokalisation).
  • Hierbei werden Entzündungsmediatoren, Katecholamine, Glucokortikoide ausgeschüttet.
  • Die Hirnkerne verarbeiten diese ankommenden chemischen Reize indem sie einen
  • Eiweißstoff bilden, der neue, dauerhafte
  • Synapsen aufbaut, welche geeignet sind, auf derartige Reize beim nächsten Mal vorbereitet zu sein. Eine Art
  • Prophylaxe

Erfahrungs-Speicherung:

Über die Bildung von Eiweißkörpern wird eine

Erinnerung stofflich verankert.

Output: ⇒ eine Gehirn-Reaktion

Das Hirn

  • erinnert sich in
    • labilen Lebens-& Immun-Situationen an den starken ehemaligen Reizes und
  • reagiert wie damals wieder
    • vegetativ mit Schweiß, Ohnmacht ect., was zu einer
  • unangenehmen Emotion (Angst, Scham, o.ä.) führt und ein
  • Fühlen des körperlichen Selbst induziert, was in typische
  • Organgebiete lokalisiert erlebt wird
  • Persistieren die schlimmen Reize,
  • sinken nicht die Mediatorstoffe in den Kernen. Es folgt eine
  • Fähigkeitseinschränkung der Kerne mit den
  • Auswirkungen Richtung peripher und dadurch
  • Funktionsausfällen oder wenigstens Funktionseinschränkungen des
  • Ausgangsorgans

Dieser Vorgang ist…

  1. Zuerst eine prima Lösung, um sich nicht mehr so scheußlich zu fühlen.
  2. Leider setzt diese Betäubung Stück für Stück die
  3. Leistungsfähigkeit des Organs herab, was zu
  4. Krankheitssymptomen führt